| Quelle | Datacycle |
Freiheit ist kein gewöhnlich Ding | Ausstellungseröffnung
Die Veranstaltung
Eine Ausstellung von Christine Katscher zum Feldkircher Freiheitsbrief.
650 Jahre nach seiner Entstehung bildet der Feldkircher Freiheitsbrief den historischen Resonanzraum für eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Freiheit. Freiheit – ob individuell, gesellschaftlich oder künstlerisch – erscheint dabei nicht als statischer Zustand, sondern als dynamischer Prozess, der immer wieder neu ausgehandelt, verteidigt und gestaltet werden muss.
In der Ausstellung „FREIHEIT KEIN GEWÖHNLICH DING" setzt sich die bildende Künstlerin Christine Katscher vertieft mit der sprachlichen und formalen Struktur des historischen Freiheitsbriefes auseinander. Ausgehend von der Unmittelbarkeit der Handschrift als zeichnerische Geste überführt sie Elemente des historischen Textes in eine zeitgenössische Bildsprache. Mithilfe des druckgrafischen Verfahrens der Risografie isoliert sie sogenannte Paarformeln – Wortverbindungen, die den mittelalterlichen Rechtstext strukturieren und semantisch verdichten. In seriellen Druckblättern treten diese Formeln als eigenständige Bildmotive hervor und entfalten neue Bedeutungsebenen. Damit wird die historische Sprache nicht nur zitiert, sondern in einen gegenwärtigen Denk- und Deutungszusammenhang gestellt – im Bewusstsein, dass sich Bedeutungszuschreibungen und Vorstellungen von Freiheit im Wandel der Zeit grundlegend verändern.
Mit der angewandten Technik der Druckgrafik nimmt Christine Katscher Bezug auf eine entscheidende mediale Innovation der frühen Neuzeit: den Buchdruck, der um 1450 durch Johannes Gutenberg grundlegend verändert wurde. Die Möglichkeit, Texte zu vervielfältigen und Wissen breiter zugänglich zu machen, wurde zu einem wichtigen Motor gesellschaftlicher Veränderungen. Die Künstlerin greift mit der Druckgrafik als künstlerischer Methode diesen Aspekt der Wissensdemokratisierung auf und versteht ihn als zentralen Grundpfeiler einer kritisch-reflexiven, freien und demokratischen Gesellschaft.
Begrüßung | Bürgermeister Manfred Rädler
Einführende Worte | Maria Simma
Poetry Slam | Lia Hartl
Siebdruck vor Ort | Vitor Branco, Druckwerk Lustenau
Ausstellungsdauer 20.05. – 15.09.2026
Geöffnet DI bis FR 9-17 Uhr, SA 9-12 Uhr, Feiertag geschlossen
Eintritt frei. Keine Anmeldung erforderlich.
Info
Kontakt
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Schlossergasse 8, 6800 Feldkirch, Österreich
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