Montafoner Hüttenrunde

Quelle: Montafon, Autor: Hanna Burger

Drei Türme (2.830 m)
Wanderweg bei der oberen Röbialpe
Obere Sporaalpe mit 3 Türme und Durusenfluh
Lindauer Hütte
Wiesbadener Hütte (2.443 m)
Morgenstimmung Tilisunahütte
Blick zur Tilisunahütte
Wanderung in der Silvretta mit Vermuntsee
Auf der Tschiffernella Richtung Saarbrücker Hütte
Saarbrücker Hütte
Zimba mit Heinrich Hueter-Hütte
Douglass-Hütte
Pfarrkirche Silbertal
Wormser Hütte
Wormser Hütte
Madlenerhaus
Verbellaalpe von der anderen Bachseite
Schweizer Tor
Innerkapellalpe
Alpprodukte Innerkapelalpe
Innerkapellalpe
Innerkapellalpe
Heinrich Hueter-Hütte
Morgenstimmung Tilisunahütte
Alpe Vergalden
Saarbrücker Hütte
Silvretta-Haus
Berggasthof Hotel Piz Buin
Vallülaweg
Kaisersee
Schwarzsee
Herzsee
Wormser Hütte im Sommer

Die Tour

Die Hüttenrunde ist die Empfehlung für alle erfahrenen Bergsteiger, die das Montafon mit seinen so unterschiedlichen Lebensräumen in einer Tour erleben wollen. Von Genuss bis Abenteuer ist hier alles dabei. In 13 Etappen geht es von Hütte zu Hütte durch das einsame Verwall, danach ins schroffe Hochgebirge der Silvretta, um im Rätikon von der üppigen Fülle der Natur überrascht zu werden. 

Eine Tour für Bergfreunde, welche die Naturschönheiten der Bergwelt ebenso schätzen wie gepflegte, regionale Küche. Die Wanderwege führen durch die attraktive Montafoner Berglandschaft und seine Gebirgsketten Verwall, Silvretta und Rätikon. Die unterschiedlichen Charaktere dieser Gebirgszüge prägen diese Hüttenwanderung. Von der Blütenpracht des Verwall  über den Kristallin in der Silvretta, mit seinen Gletschern, bis zum Sulzfluh-Dolomit im Rätikon führt diese einzigartige Wanderung.

Wichtig: Bei dieser anspruchsvollen Tour sollte man die persönlichen Tagesabschnitte planen und die Übernachtungen auf den Hütten im Vorfeld reservieren !

Autorentipp

Es können natürlich auch nur Teilabschnitte der Tour gemacht werden. Die Tour Neue Heilbronner Hütte zur Wiesbadener Hütte ist sehr lang. Eine Übernachtung beim Silvrettasee (Silvrettahaus, Berggasthof Piz Buin oder Madlenerhaus) ist empfehlenswert.

Aufgrund der hohen Nachfrage auf den Hütten, empfehlen wir früh genug die Schlafplätze, direkt bei den Hütten, zu reservieren. 

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
9112 hm
Abstieg
9001 hm
Tiefster Punkt 872 m
Höchster Punkt 2774 m
Dauer
57:30 h
Strecke
131,1 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Silbertal, Zentrum

Ziel

Tschagguns-Latschau

Weg

Etappe 1: Silbertal bis Wormser Hütte

Vom Silbertal Zentrum führt Dich ein Weg durch den Schattenwald zur Innerkapellalpe. Von dort wanderst Du weiter bergaufwerts zum Aussichtspunkt Surblies (1.985 m). Vorbei an herrlichen Bergseen geht es weiter bis zur Wormser Hütte.

Gehzeit ca. 4:15 Std. // ca. 8,6 km // Aufstieg 1.429 hm, Abstieg 8 hm

Etappe 2: Wormser Hütte bis Neue Heilbronner Hütte

Von der Wormser Hütte führt der Weg hoch zum Kreuzjoch und danach runter zur Furkla. Anschließend erfolget ein leichter Anstieg zum Wormser Törl und weiter zum Roßbergjoch. Auf weiteren Auf- und Abstiegen führt der Weg unterhalb des Valschavieler Maderer durch die atemberaubende Hochlandschaft dieses Tals. Beim letzten Abschnitt empfehlen wir den Weg über das Gaschurner Winterjöchle mit dem wunderschönen Kessisee und Valschavielsee. Etwas kürzer wäre der Weg über das Valschavieljöchle, allerdings nicht so schön. 

Gehzeit ca. 8:30 Std. // ca. 22,2 km // Aufstieg 1.346 hm, Abstieg 1.341 hm

Etappe 3: Neue Heilbronner Hütte bis Madlenerhaus

Von der Neuen Heilbronner Hütte führt der Weg auf einem Güterweg zur Verbella Alpe und weiter zum Kopssee. Hier beginnt der sehr schöne, im Jahr 2013 revitalisierte Vallülaweg. Der etwas anspruchsvolle Anstieg führt zuerst zum sehr idylisch gelegenen Vallülasee und weiter, dem Wegweiser Bielerhöhe folgende, zum oberen Bergsee. Zwischen der Vallüla und der kleinen Vallüla führt der Weg um große Felsbrocken hoch zum Joch. Vom Wegweiser am Joch erreicht man die Bielerhöhe in ca. 1,5 Stunden.

Beim Kopssee besteht die Möglichkeit, die Tour mittels Bus (Kops GH Zeinisjoch bis Silvrettasee) 13 km oder 5:30 Std. abzukürzen - hier wird der Abschnitt "Vallülaweg" umfahren.

Gehzeit ca. 8:15 Std. // ca. 18,3 km // Aufstieg 928 hm, Abstieg 1.192 hm

Etappe 4: Madlenerhaus bis Wiesbadener Hütte

In einem Halbkreis bewegst Du dich um das mächtige Hohe Rad und machst nahezu eine Umrundung. Start dieser Tour ist für Dich beim Silvrettasee. Nach einem kurzen Stück entlang des Silvrettasees biegst Du ein in das Bieltal. Landschaftlich erwartet Dich im Bieltal ein echtes Highlight. Ständig den Bieltalferner vor dir, läufst Du umgeben von knappen 3.000 Meter hohen Bergen, dem nächsten Highlight, dem Radsattel entgegen. Vorbei am Radsee, gelangst Du schließlich auf den Radsattel. Der Radsattel hält für Dich einen wunderschönen Ausblick auf den Ochsentaler Gletscher und den Piz Buin, Vorarlbergs höchster Berg mit 3.312 m bereit. Das gesamte Silvretta Massiv liegt in beeindruckender Schönheit vor dir. Breche nicht zu früh auf um zur Wiesbadener Hütte zu gelangen sondern genieße diesen fantastischen Ausblick. Die Wiesbadener Hütte erreichst Du nach einem Abstieg vom Radsattel in Richtung Ochsentaler Gletscher.

Gehzeit ca. 3:35 Std. // ca. 7,7 km // Aufstieg 704 hm, Abstieg 291 hm

Etappe 5: Wiesbadener Hütte bis Saarbrücker Hütte

Von der Wiesbadener Hütte führt der Güterweg durch das Ochsental zum Silvrettasee. Bei der Mündung der Ill links abbiegen und kurz darauf wieder links in das Klostertal Richtung Saarbrücker Hütte. Nach ca. 1 Stunde führt der Weg rechts weg über den Klostertaler Bach hoch ins Verhupftäli und weiter zum Litzner Sattel / Saarbrücker Hütte. Auf diesem Abschnitt ist Trittsicherheit erforderlich. Vom Litzner Sattel erreichst Du die Saarbrücker Hütte in ca. 50 Minuten. 

Gehzeit ca. 4:45 Std. // ca. 10,7 km // Aufstieg 798 hm, Abstieg 706 hm

Etappe 6: Saarbrücker Hütte bis Tübinger Hütte

Von der Saarbrücker Hütte (2.538 m), der höchstgelegenen Hütte der Montafoner Hüttenrunde führt der Weg hoch zur Seelücke. Der Blick zum Großlitzner und zum großen Seehorn ist sehr beeindruckend. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, nicht den kürzeren Weg über den Kromergletscher zu gehen - Steinschlag/Rutschgefahr (ist leider noch in vielen Karten als Höhenweg 02 eingezeichnet!). Von der Seelücke führt der Weg ins Seetal (links der beeindruckende Seegletscher) und nach ca. 45 min. wieder hoch zum Plattenjoch (2.728m). Ambitioniert und erfahrene Berggeher können von hier in 30 Minuten über ein ungesicherten und nicht markierten Weg die Westl. Plattenspitze besteigen. Vom Joch führt der etwas erschwerliche Weg in ca. 1 Stunde zur Tübinger Hütte.

Gehzeit ca. 2:45 Std. // ca. 4,6 km // Aufstieg 397 hm, Abstieg 747 hm

Etappe 7: Tübinger Hütte nach Gargellen

Von der Tübinger Hütte führt der Weg über das Mittelbergjöchli und das Vergaldner Jöchli (2515 m) (kurze Seilpassage) ins Vergaldatal. Eine Einkehr in der Vergaldaalpe ist empfehlenswert! Von der Vergaldaalpe führt der Weg in ca. 1 Stunde nach Gargellen, zum nächsten Etappenziel.

Gehzeit ca. 5:00 h // ca. 12,2 km // Aufstieg 326 hm, Abstieg 1.109 hm

Etappe 8: Gargellen zur Tilisunahütte

Vom Zentrum führt der Weg vorbei am Hotel Madrisa zur Rongg Alpe, wo die erste und einzige Einkehrmöglichkeit der Tour sich befindet. Weiter führt der Weg zur Unteren und weiter zur oberen Röbialpe. Es eröffnet sich ein wunderschönes Hochplateau. Weiter führt der Weg hoch zum Sarotlajoch. Auf schweizer Gebiet führt der Weg zum Plasseggenpaß (drahtseilgesicherte kurze Passage). Auf diesem Weg beleitet Dich ein fantastisches Panorama mit Kalkgestein-Formationen des Rätikongebirges. Zollhäuser am Plasseggenpaß erinnern an ehemalige Schmugglerzeiten. Vom Plasseggenpaß führt der Rätikon Höhenweg Nord gemächlich vorbei an Hochmooren unter den Steilabstürzen von Scheienfluh und Weissplatte zur Tilisunahütte. Ein wunderschöner Wegabschnitt auf der Montafoner Hüttenrunde.

Gehzeit ca. 4:45 Std. // ca. 9,8 km // Aufstieg 1.091 hm, Abstieg 286 m

Etappe 9: Tilisunahütte bis Lindauer Hütte

Von der Tilisunahütte führt ein kurzer Anstieg zum Schwarzhornsattel. Über den Bilkengrat mit tollem Ausblick auf die Sulzfluh, Drei Türme sowie Drusenfluh (mit der Weißplatte) führt der Weg ins Tal zur bekannten Lindauer Hütte. Trittsicherheit ist auf dem Bilkengrat erforderlich. 

Gehzeit ca. 2:30 Std. // ca. 4,6 km // Aufstieg 211 hm, Abstieg 679 hm

Etappe 10: Lindauer Hütte bis Totalphütte

Von der Lindauer Hütte führt der Weg zuerst zur nahegelegenen Spora Alpe. Am Fuße den Kalkbergen "Drei Türme" und "Drusenfluh" führt der Weg Richtung Lünersee. Nach ca. 450 Hm oder 1,5 Stunden erreicht man den Öfenpaß. 30 Minuten später erreicht man den Übergang "Schweizer Tour". Ein altes Zollhäuschen sitzt hier am Wegrand. Rechts vom "Schweizer Tor" befinden sich die Kirchlispitzen, ein Hotspot für wagemutige Sportkletterer aus der ganzen Welt. Weiter führt der Weg wieder hoch zum Verajoch (2.323 m). Beim Abstieg vom Verajoch kann man nach kurzer Zeit bereits den Lünersee erkennen. Beim Lünersee befindet sich die Lünersee Alpe. Biege hier links ab, nach ca. 500 m nach einem Wildbach führt der Weg hoch zur Totalphütte. Von der Lünersee Alpe sind es noch ca. 1,5 Stunden zur Totalphütte.

Gehzeit ca. 4:45 Std. // ca. 10,6 km // Aufstieg 1.157 hm, Abstieg 525 hm

 

Etappe 11: Totalphütte bis Douglass- Hütte

Von der Totalphütte führt Dich die Tour auf einem Pfad hinunter zum Lünersee. Dem Uferweg des Lünersees nach links folgend, führt Dich der Weg zur Douglass-Hütte.

Gehzeit ca. 1:10 Std. // ca. 3 km // Aufstieg 19 hm, Abstieg 417 hm

 

 Etappe 12: Douglass-Hütte bis Heinrich Hueter-Hütte

Start Deiner Tour ist die Douglass-Hütte am Lünersee. Bereits hier bewegst Du dich in einer malerischen, sagenumwobenen Kulisse rund um den Lünersee. Genieße den Ausblick. Der Weg führt Dich entlang des Lünersees. Nach einem leichten Anstieg eröffnet sich Dir ein gigantischer Blick ins Montafon und die dazugehörige Bergwelt. Richte immer wieder deinen Blick nach links. Dort kannst Du einen der schönsten Berge des Montafons beobachten, die Zimba. Die Zimba, welche auch liebevoll das Montafoner Matterhorn aufgrund ihrer Form genannt wird, thront förmlich über der Heinrich Hueter-Hütte, welche Dein Ziel ist.

Gehzeit ca 2:00 Std. // ca. 4,8 km // Aufstieg 227 hm, Abstieg 454 hm

Etappe 13: Heinrich Hueter-Hütte über Matschwitz nach Latschau

Von der Heinrich Hueter-Hütte führt der erste Abschnitt zum Alpengasthof Rellstal. Nach einem halbstündigen Aufstieg führt der Weg gemächlich über Platzis-Alpe weiter nach Außergolm. Folge dem Wegweiser "Matschwitz". Der Weg führt vorbei an der Golmalpe zur Maisäßsiedlung Matschwitz. Einkehrmöglichkeit Haus Matschwitz. Der Weg führt vorbei an der Kapelle Matschwitz über den Golmer Alpweg nach Latschau.

Gehzeit ca. 5:15 Std. // ca. 13,5 km // Aufstieg 491 hm, Abstieg 1.257 hm

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Lass Dein Auto doch einfach stehen

Die Landbusse der Montafonerbahn verkehren im gesamten Montafon. Die Hauptlinien fahren im Stunden-Takt ab dem Bahnhof Schruns.

Den Bahnhof Schruns erreichst du mit den Landbussen der Montafonerbahn. Die Endhaltestelle ist immer der Bahnhof Schruns.

Zu Fuß ins Ortszentrum führt der Weg auf dem Bergknappenweg nach Bartholomäberg.

vmobil.at

Anreise mit der Bahn

Ab Bahnhof Bludenz verkehrt die Montafonerbahn im Stundentakt (teilweise halbstündlich). Es gibt auch Direktverbindungen aus Lindau (D) bzw. aus Bregenz.

Anfahrt

Von Bludenz kommend nimmst Du die Autobahnausfahrt Bludenz/Montafon und folgst der L188 ins Montafon. 

www.maps.google.com

Parken

Hier geht es zu den Wanderparkplätzen

Weitere Informationen

Übernachtungsmöglichkeiten auf der Montafoner Hüttenrunde

Alpenvereins- und Schutzhütten

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten auf der Tour

  • Silvretta-Haus (2.037 m) // silvretta-haus.at // T. +43 5558 4246
  • Berggasthof Piz Buin (2.037 m) // buin.at // T. +43 5558 4231
  • Haus Matschwitz (1.500 m) // matschwitz.at // T. +43 5556 73700 oder +43 664 4306045
  • Ortschaft Gargellen (1.423 m), Etappenziel // montafon.at/gargellen  // T. +43 50 6686 310

… und in den Ortschaften des Montafon // montafon.at // T. +43 50 6686

Zelten und biwakieren

Auch wenn sie landschaftlich wohl oft die reizvollsten Gegenden sind: In Schutzgebieten ist das Zelten tabu. Bei der Montafoner Hüttenrunde gilt dies im speziellen bei der Etappe 2 - Europaschutzgebiet Verwall. Hier ist das Zelten verboten. Weitere Infos zu Zelten und Biwakieren hier.

Ausrüstung

gute, knöchelhohe Bergschuhe mit gutem Profil, ausreichend Verpflegung und Getränke mitnehmen, Wanderstöcke zu empfehlen

Sicherheitshinweise

NOTRUF:
140 Alpine Notfälle österreichweit
144 Alpine Notfälle Vorarlberg
112 Euro-Notruf (funktioniert mit jedem Handy/Netz)   
www.vorarlberg.travel/sicherheitstipps

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