Salzburger Almenweg - Etappe 11

Quelle: Salzburger Almenweg, Autor: Hanna Rieser

Bockhartsee
Weg zum Bockhartsee
Stausee
Blick ins Gasteinertal
Blick nach Sportgastein
Naßfeld
Viehauseralm
Stube in der Viehauseralm
historische Knappenhäuser in Sportgastein

Die Tour

Auf den Spuren des Goldes in den Nationalpark Hohe Tauern 

Heute wird es felsiger, steiniger, höher: Schritt für Schritt nähern Sie sich auf dieser wunderschönen, aber doch recht langen Hochgebirgstour dem Nationalpark Hohe Tauern mit seinen mächtigen Dreitausendern. Am Horizont können Sie westlich den Hohen Sonnblick (3.105 m) mit Europas höchstgelegenem, ganzjährig besetztem Wetterobservatorium erkennen, direkt vor Ihnen liegt das 3.122 Meter hohe Schareck. Zu den Höhenpunkten der heutigen Tour zählt der Untere Bockhartsee, ein auf 1.812 Meter gelegener Hochgebirgsspeichersee. Im sogenannten Bockhartrevier wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts Gold abgebaut, wozu man sich der Wasserkraft bediente. Rund um die bewirtschaftete Bockharthütte haben Sie beste Chancen, Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere zu beobachten. An der Miesbiechlscharte wurde auch schon der größte heimische Schmetterling, der Alpen-Apollofalter, gesichtet. Das Etappenziel – das Alpen Restaurant Valeriehaus – befindet sich im Nassfeld, dem heutigen Sportgastein, das aufgrund seiner außerordentlichen Schönheit auch „Tiny Tibet“ genannt wird.  

Almenweg Geschichte(n) 

Der Nationalpark Hohe Tauern entstand ab 1981 und gilt als das größte Naturschutzgebiet Zentraleuropas. Zu den „Big Five“ der hier lebenden Wildtiere zählen der Steinbock, das Murmeltier, der Bartgeier, der Steinadler und die Gämse, die allesamt mit ein wenig Glück auf dem Almenweg gesichtet werden können. Insgesamt finden 15.000 Tierarten und 3.500 Pflanzenarten hier einen geschützten Lebensraum. Der Nationalpark umfasst 18 Orte und 13 Täler allein im Bundesland Salzburg, erstreckt sich aber auch über Teile Kärntens und Tirols. Sein magisches Zentrum ist der 3.798 Meter hohe Großglockner, der höchste Berg Österreichs, der von 265 Dreitausendern umringt ist. 

Abseits des Weges 

Das Gasteinertal verfügt mit dem Fulseck in Dorfgastein, der Schlossalm in Bad Hofgastein sowie dem Stubner- und Graukogel in Bad Gastein über vier Erlebnisberge. Besonderheiten am Fulseck sind der Spiegelsee und die zahlreichen Kraftplätze. In Bad Hofgastein geht es mit der Schlossalmbahn mitten hinein ins Familienvergnügen samt Klettersteigen und Kinderspielplatz (s. Etappe 8). In Bad Gastein erwarten Besucher auf dem Stubnerkogel mit der 140 Meter langen Hängebrücke auf 2.300 Meter Seehöhe, den Aussichtsplattformen „Glocknerblick“ und „Talblick“ und dem Felsenweg samt weiterer Aussichtsplattform gleich mehrere Highlights. Auf dem Gipfel befindet sich auch das höchste Street-Art Kunstwerk Europas des Pariser Künstlers Victor Ash. Auf dem Graukogel verspricht der Zirbenweg ein naturnahes Erlebnis mit fantastischen Ausblicken. Wer morgen einen Ruhetag in Bad Gastein einlegt, kann sowohl den Graukogel als auch den Stubnerkogel ganz komfortabel per Lift bzw. Bergbahn erkunden.  

Autorentipp

Heute durchwandern Sie das Herz des einstigen Goldbergbaus. Viele Bezeichnungen und Ortsnamen erinnern an diese bedeutende Ära im Gasteinertal. So etwa erblickt man am Weg zur Miesbichlscharte rechts den Silberpfennig und den Erzwiessee: Beide verdanken ihre Namen dem gleichnamigen Stollen im oberen Erzwies-Gebiet. Bis heute sieht man die Schlackenhalden und die Eingänge der alten Stollen. Die Bockhartscharte hieß einst Pochkarscharte: Das wieder wurde vom Pochen der Hämmer auf den Felsen im Poch-Kar abgeleitet. Am Weg zum Valeriehaus verweisen zahlreiche Relikte auf die Bergbauvergangenheit, so zum Beispiel das Schaukraftwerk, ehemalige Knappenhäuser und der Imhofstollen. 

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
1113 hm
Abstieg
695 hm
Tiefster Punkt 1168 m
Höchster Punkt 2237 m
Dauer
6:30 h
Strecke
11,3 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Angertal (1.180 m), Bad Hofgastein

Ziel

Alpen Restaurant Valeriehaus (1.588 m), Sportgastein/Nassfeld

Weg

Ausgangspunkt der achten Etappe ist das geschichtsträchtige Angertal. Sichtbar geprägt von der jahrhundertelangen Bergbauzeit erzählen viele Stationen in diesem Seitental Sagen über das kostbare Gold und das Leben der Bergwerksknappen. Vom Wanderstartplatz Angertal führt ein breiter Forstweg (Nr. 115A) links des Baches weiter taleinwärts vorbei am Waldgasthof Angertal bis zur Abzweigung nach links Richtung Miesbichlscharte-Schattbachalm.

Durch einen dichten Bergwald geht es über den Wanderweg Nr. 128 stetig bergauf bis zur bewirtschafteten Schattbachalm auf 1.683 Meter, die in rund 2 ¼ Stunden Gehzeit erreicht ist. Eine kleine Pause ist hier ratsam, da die nächste bewirtschaftete Hütte, die Bockhartseehütte, gut 3 Stunden Gehzeit entfernt liegt und noch 554 Höhenmeter im Anstieg gemeistert werden müssen.

Von der Alm führt der Weg Nr 110/128 durch ein riesiges archaisches teilweise blockgefülltes Kar an der Westseite des 2.246 Meter hohen Stubnerkogels bergauf zum höchsten Punkt der heutigen Etappe, der 2.237 Meter hoch gelegenen Miesbichlscharte. Von da an geht es nur noch bergab und der Untere Bockhartsee wird über den Weg Nr 110/128 erreicht. Die Staumauer wird überschritten und nach einem kurzen Anstieg kommt die Bockhartseehütte (1.933 m) in Sicht. Dort angekommen, lohnt es sich, bei einer kurzen Rast die Aussicht auf die umliegenden Dreitausender zu genießen.

Der rund 45-minütige Abstieg links an der Hütte vorbei hinab in den Talboden von Sportgastein führt über einen uralten Bergbauweg (Weg Nr. 110) und vorbei an Relikten der Bergbau-Vergangenheit, am Gletscherschliff und Quarzadern. Der Steig quert zunächst recht gemütlich einen Hang, bis er einen steilen Rücken erreicht und Du unter Dir schon die Häuser von Sportgastein siehst. Über diesen steilen Rücken windet sich der Steig – teilweise auch mit Seilgeländer – über Wurzeln, Holz- und Steinstufen hinab, bis er kurz vor Sportgastein flacher wird. Am Talboden von Sportgastein befinden sich zahlreiche bewirtschaftete Almen, ein Nationalparkhaus und das achte Etappenziel, das Alpen Restaurant Valeriehaus.

Die Hochebene Sportgastein ist Teil des Nationalparks Hohe Tauern und im Winter ein beliebtes Ziel für Wintersportbegeisterte und Erholungssuchende.

Einkehr- und Übernachtsungsmöglichkeiten

Alpen Restaurant Valeriehaus, Sportgastein/Nassfeld (1.588 m), Ende Mai bis Anfang November / T. +43 660 289 24 00 E / Ü / Logispartner Salzburger Almenweg Info- und Buchungscenter by Trail Angels

Schattbachalm (1.683 m), (nach ca. 2 Stunden) Anfang Juli bis Anfang September / +43 664 511 22 16, +43 664 454 55 62 E / Ü 

Bockhartseehütte (1.933 m), (nach ca. 5 Stunden) Anfang Juni – Mitte Oktober, MI Ruhetag / +43 664 183 22 18 oder +43 664 181 53 15 / E 

Viehauserhütte (1.630 m), (nach 6,5 Stunden/Talboden Nassfeld) Anfang Juni – Mitte September / +43 0664 732 89 450/ E 

Schareckalm (1.620 m), (nach 6,5  Stunden/Talboden Nassfeld) Mitte Juni – Mitte September / +43 664 3415 703 oder +43 6433 7273 / E 

Moisesalm (1.620 m), (nach 6,5 Stunden/Talboden Nassfeld) Mitte Juni – Mitte September / +43 664 9106 618 / E 

Pottingerhütte (1.603 m), (nach 6,5 Stunden/Talboden Nassfeld) Mitte Juni – Ende September / +43 664 1815 188 / E 

Veitbauernalm (1.645 m), (nach 6,5 Stunden/Talboden Nassfeld) Mitte Juni – Mitte September / +43 664 5346102 / E 

Nassfeldalm (1.605m), (nach 6,5  Stunden/Talboden Nassfeld) Anfang Juni – Ende September / +43 6434 3425 oder +43 680 2086650 E 

Zahlreiche Einkehr- und Unterkunftsmöglichkeiten in Bad Gastein, www.gastein.com E / Ü

Logispartner Salzburger Almenweg Info- und Buchungscenter by Trail Angels:

DAS SCHIDER Aparthotel, nähere Informationen unter:  https://www.dasschider.at/, T. +43 6434 93080

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Angertal über die Postbusverbindung ab dem Busbahnhof Bad Hofgastein zu erreichen.  

Parken

Im Angertal gibt es einen großen Parkplatz, auf dem das eigene Auto auch für mehrere Tage abgestellt werden kann. Bitte die „Almenweg-Parkuhr“ aus der Broschüre im geparkten Auto hinterlegen! 

Weitere Informationen

 Alle weiteren Informationen rund um den Salzburger Almenweg finden Sie hier.

Ausrüstung

Hier finden Sie alles rund um den passenden Wanderschuh, die perfekte Ausrüstung und die richtige Geh-Technik.

Sicherheitshinweise

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