Schneewinkelkopf 3476m

Quelle: Alpenverein Braunau, Autor: Wolfgang Lauschensky

Großglockner, Glocknerwand, Teufelskampkees, Kleiner Burgstall, Johannisberg
Pasterzenzunge
Seitenmoräne muss an geeigneter Stelle überwunden werden
Zustieg zum Couloir, rechts der Kleine Burgstall
kurze Rinne
Gletscherrampe vor dem Kleinen Burgstall
Glocknerkees
Rückblick
Gletscherrampe zur Ödenwinkelscharte, rechts der Johannisberg
Ostflanke des Schneewinkelkopfes, Hufeisenbruch, Fuscherkarkopf
Romariswandköpfe
Schneewinkelscharte und -kopf
Tiefblick zum Hufeisenbruch; dahinter Bärenköpfe, am Horizont Hocheiser, Wiesbachhorn, Hohe Dock
Schneewinkelkopf
Südostgrat
Großvenediger
Eiskögele vor Stubacher Sonnblick vom Gipfel des Schneewinkelkopfes
Zurück zur Schneewinkelscharte; dahinter Romariswandköpfe, Teufelskamp Glocknerwand und Großglockner
Abfahrt in der Ostflanke
Genussschwingen zum Hufeisenbruch
Hufeisenbruch
Zungengleiten
Gegenanstieg zur Franz Josefshöhe

Die Tour

Mittelschwere Skihochtour auf den Gipfel zwischen den Romariswandköpfen und dem Eiskögele am Großglocknerhauptkamm. Die Tour ist erst ab Öffnung der Großglockner Hochalpenstraße (Anfang Mai) an einem Tag durchführbar.

Autorentipp

Bei geeigneten Bedingungen ist die Abfahrt über den Hufeisenbruch eine interessante Variante.

In leichter Kletterei am Nordgrat der Romariswandköpfe kann man aus der Schneewinkelscharte das Fruschnitzkees auf der Glockner Südflanke und über das Teischnitzkees die Stüdlhütte erreichen.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1500 hm
Abstieg
1500 hm
Tiefster Punkt 2075 m
Höchster Punkt 3476 m
Dauer
6:00 h
Strecke
17,8 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Kaiser Franz Josefs Höhe

Ziel

Schneewinkelkopf

Weg

Von der Franz Josefshöhe wird zu Fuß am markierten Wanderpfad in mehreren Kehren 200HM über die sehr steile Seitenmoräne bis zur Abflachung vor der Pasterzenzunge hinunter gestiegen. Danach meist über Schutt flach bis zum Gletscher. Nun quert man beinahe eben entlang der Markierungstafeln bis zur südlichen Zungenbegrenzung. Entlang des Moränenschutts geht es bis zur Firnsenke vor dem Kleinen Burgstall. Der in den Karten noch erkennbare steile Gletscherhang ist einer rinnendurchsetzten steilen Felsflanke gewichen. Die flachere der Rinnen wird (frühmorgens bei Hartschnee häufig zu Fuß evtl. mit Steigeisen) südwärts angestiegen. Auch ein Couloir rechts davon kann dafür benützt werden. Oberhalb der Rinne wendet man nach rechts und steigt mittelsteil über eine breite Firnrampe unter der Glocknerwand (Achtung Eisschlag!) nordwestwärts an. Der Hang flacht bald ab. Wir betreten nun den mäßig geneigten Arm der Pasterze Richtung Schneewinkel. Linkerhand die steilen Wände von Teufelskamp und Romariswandköpfen, rechterhand eine zackige Seraczone, die zum Hufeisenbruch hinabführt. Dazwischen geht es spaltenarm und flach Richtung Untere Ödenwinkelscharte. Wir verlassen bald diese flache Rampe nach links und überwinden die steile Firnflanke in wenigen langen Kehren. Flacht die Gletscherflanke ab, wenden wir leicht nach rechts und steigen am angedeuteten Rücken Richtung Schneewinkelscharte. Wir steuern eine günstige Stelle rechts des ersten Grataufschwunges des Südostgrates an. Kurz steil auf den Grat und auf ihm etwas steiler auf den Südgipfel. Eine breite Gratabflachung führt nordwärts zum kurzen, etwas schneidigen und steileren Südgrat des Schneewinkelkopfes.

Abfahrt entlang des Anstiegs. Passen die Bedingungen, kann man nach der steilen Ostflanke flach zur oberen Kante des Hufeisenbruches hinausqueren. Die Steilabfahrt kann schon beim Anstieg eingesehen werden (wichtig, da Felsbarrieren eine sinnvolle Abfahrt behindern können!). Tendenziell fährt man eher an der orographisch rechten Hufeisenseite ab, links ist's felsdurchsetzt. Dieser Teil ist deutlich lawinengefährdet. Mit einem kleinen Linksbogen erreichen wir den Zungengrund der Pasterze und gleiten nun mild den gesamten, nicht spaltenfreien Zungenkörper hinunter, bis wir unterhalb der Burgställe die flache, geröllbedeckte Zungenspitze erreichen. Nach dem Skiabschnallen steht noch der mühsame Wiederanstieg zur Franz Josefshöhe bevor.

Anreise

Anfahrt

Zur Franz Josefshöhe gelangt man aus dem Norden über die Pinzgauerstraße, zweigt in Bruck südwärts in die mautpflichtige Großglockner Hochalpenstraße ab und fährt auf ihr zum Scheitelpunkt Hochtortunnel. Jenseits hinab zum Kreisverkehr. Aus dem Süden über Winklern und Heiligenblut zur mautpflichtigen Großglockner Hochalpenstraße hinauf bis zum Kreisverkehr. Hier westwärts am Glocknerhaus vorbei bis zum Parkhaus der Franz Josefshöhe.

Parken

Parkhaus/Parkplätze der Franz Josefshöhe.

Weitere Informationen

Bei einem Aufenthalt auf der Oberwalderhütte ist der Schneewinkelkopf ein schönes Tagesziel (für die Abreise)

Ausrüstung

Skihochtourenausrüstung

Sicherheitshinweise

Die Spaltensturzgefahr ist nicht zu unterschätzen!

10€ Rabatt mit hey.bayern auf Outdooractive Pro und Pro+ sichern

Jetzt hier mehr erfahren oder gleich unseren Voucher Code nutzen um 10€ Rabatt zu erhalten (gültig bis 31.12.2021):

HEYOA10V