Tauernkarleitenalm und Stubhöhe von der Vordergnadenalm

Quelle: Alpenverein Freistadt, Autor: Peter Mayr

Parkplatz bei der Vordergnadenalm
Abzweigung des Wegs zur Stubhöhe von der Zufahrtsstraße zur Vordergnadenalm
Wegweisen zur Stubhöhe auf der Vordergnadenalm
Aufstieg über die Almfläche von der Gnadenalm zum Waldrand entlang der Rodelbahn
präparierte Forststraße im Bereich der Rodelbahn
Blick über die Gnadenalm zu den Gipfeln im Talschluss (Hintere Großwandspitze und Großer Pleißingkeil)
Anstieg am markierten Weg auf der (unpräparierten) Forststraße
Beginn der Almfläche unterhalb der Tauernkarleitenalm
Die Hütten auf der Tauernkarleitenalm mit Blick in Richtung Steinfeldspitze und Gamskogel
Eingangstür zur Hütte auf der Tauernkarleitenalm
Blick von der Tauernkarleitenalm zur Seekarspitze
Stromleitung von der Tauernkarleitenalm zur Stubhöhe
Auf den letzten Metern zur Stubhöhe
Wegkreuz auf der Stubhöhe
Blick von der Stubhöhe nach Westen zu Schwarzkopf und Gamskogel
Blick von der Stubhöhe nach Norden in Richtung Leckriedel
alte Lärche auf der Tauernkarleitenalm

Die Tour

Diese aussichtsreiche Schneeschuhwanderung beginnt bei der Vordergnadenalm. Sie führt durch den Wald und über Almflächen mit lockere Lärchen- und Latschenbeständen zur Stubhöhe. 

Die Tour zeichnet sich dadurch aus, dass sie tolle Ausblicke bietet, technisch einfach und weitgehend lawinensicher ist und auch bei schlechterem Wetter durchführbar ist.

Schon nach den ersten Höhenmetern hat man einen schönen Blick über die Gnadenalm zu den Gipfel der Tauern. Eine Forststraße führt dann im Wald gleichmäßig ansteigend bis zur Waldgrenze. Über Almwiesen mit alten Lärchen, denen man den Kampf mit den Naturgewalten ansieht, erreicht man die im Winter leider nicht bewirtschaftete Tauernkarleitenalm. Im Süden ragt der Bärenstaffl schroff auf, in nördlicher Richtung reicht die Sicht bis zum Dachstein.

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Stubhöhe, die den Übergang zum Zauchental bildet. Zurück zur Tauernkarleitenalm kann man auch seine eigene Spur durch die lockeren Latschen- und Lärchenbestände ziehen und dabei die unberührte Natur und die Aussicht genießen. Von der Alm führt die Forststraße wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Autorentipp

Auf dieser Wanderung werden Sie speziell während der Woche nur wenigen Menschen begegnen. An Wochenenden ist bei der Vordergnadenalm mehr Betrieb, da unsere Route dort im Bereich der Rodelbahn verläuft. Außerdem ist die Gnadenalm ein beliebtes Langlaufgebiet.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
480 hm
Abstieg
480 hm
Tiefster Punkt Vordergnadenalm
1277 m
Höchster Punkt Stubhöhe
1739 m
Dauer
3:30 h
Strecke
8,1 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Vordergnadenalm

Ziel

Vordergnadenalm

Weg

Der beschilderte und markierte Weg zur Stubhöhe zweigt bei den ersten Hütten der Vordergnadenalm von der Zufahrtsstraße nach Nordwesten ab. Bei der letzten Hütte kann man entlang der Rodelbahn weglos über die Almfläche aufsteigen. Alternativ kann man auch den gemächlich ansteigenden (präparierten) Weg wählen, der weiter oben auch wieder auf die Rodelbahn trifft. Spätestens beim Start der Rodelbahn endet die Präparierung. Wir nehmen hier der Forststraße nach Südwesten. Nach letzten Blicken auf die Gnadenalm und den Talschluss taucht die Forststraße in den Wald ein.

Wir bleiben immer auf der markierten breiten Forststraße und ignorieren alle abzweigenden Wege. Obwohl die Tour im Winter nur wenig begangen wird, sind meistens Spuren von Schitouren- oder Schneeschuhgehern vorhanden. Die Forststraße führt gleichmäßig ansteigend durch den steilen Wald. Nach etwa 75 Minuten wird das Gelände flacher, der Wald lichtet sich und wir erreichen das Gebiet der Tauernkarleitenalm. Der Weg führt nun durch lockere Lärchen und Latschenbestände zu den Hütten der Alm (im Winter leider nicht bewirtschaftet).

Für den Anstieg zur Stubhöhe (Sattel zwischen Taurachtal und Zauchenseetal) folgt man von den Hütten am besten den Markierungen auf den Masten einer Stromleitung. Wenige Höhenmeter unter dem Sattel umgeht man eine dichtere Baumgruppe südlich in einem Bogen und erreicht damit die Stubhöhe (Wegkreuz mit Markierungstafeln). Es lohnt sich, die Aussicht auf die Bergwelt ringsum ausgiebig zu genießen!

Je nach Lust sowie Schnee- und Wetterbedingungen muss man für den Rückweg zu den Hütten der Tauernkarleitenalm nicht genau der Aufstiegsspur folgen. Man kann zum Beispiel vom Sattel ein Stück nach Norden (in Richtung Leckriedel) und dann am nördlichen Rand der Almwiesen zurück zu den Hütten wandern.

Von der Tauernkarleitenalm zum Ausgangspunkt folgen wir der Anstiegsroute über die Forststraße. Beim Beginn der Rodelbahn gibt es wieder die Wahlmöglichkeit zwischen dem bequemeren Fahrweg oder dem kürzeren und steileren direkten Abstieg quer über die Almflächen.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahn bis Radstadt. Regelmäßige Busverbindung (Postbus nach Mauterndorf bzw. Obertauern) vom Bahnhof Radstadt bis Haltestelle Untertauern Gnadenalm. Von der Haltestelle ca. 5 Minuten Fußweg zur Vordergnadenalm. Rückfahrt analog nach Radstadt.

Anfahrt

Von Radstadt auf der B99 in Richtung Obertauern. Nach Untertauern steigt die Straße durch ein enges Tal steiler an. Unmittelbar an der Stelle, wo sich das Tal wieder weitet zweigt die Zufahrt zur Vordergnadenalm nach rechts von der B99 ab. Von der Abzweigung ca. 200 m bis zu den Parkplätzen bei der Vordergnadenalm.

Parken

Kostenlose Parkplätze im Bereich der Vordergnadenalm. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es an der B99 im Bereich der Abzweigung zur Vordergnadenalm.

Weitere Informationen

Ausrüstung

Schneeschuhe, Teleskopstöcke mit großen Tellern, LVS-Gerät, Lawinensonde und Lawinenschaufel, Tages-Wanderrucksack, bequeme und wasserdichte Winterschuhe oder feste Wanderschuhe, die in die Bindung der Schneeschuhe passen, ggf. Gamaschen, warme und strapazierfähige Kleidung im Mehrschicht-Prinzip, Mütze/Stirnband, Handschuhe, ggf. Sonnenbrille, Sonnen- und Regenschutz, Proviant und Thermosflasche mit Heißgetränk, Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser, Handy, Kartenmaterial, Biwaksack und Rettungsdecke

Sicherheitshinweise

Speziell am Wochenende im unteren Bereich auf Skidoos ("Rodeltaxis") und Rodler achten!

Bei schlechter Sicht (dichter Nebel, Schneetreiben) kann die Orientierung oberhalb der Waldgrenze schwierig sein. In solchen Fällen im Zweifel rechtzeitig umkehren.

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