Untersberg-Gesamtüberschreitung

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Bernhard Kühnhauser

Untersberg. Talwärts mit der Seilbahn
In der Mittagsscharte
Berchtesgadener Hochthron vom Salzburger Hochthron aus gesehen
Gipfelkreuz untem Berchtesgadener Hochthron
Sonnenterasse am Stöhrhaus
Stöhrhaus vom Schlussanstieg aus

Die Tour

Bei dieser, auf zwei Tagen ausgelegten Variante der Untersbergüberschreitung wird der gesamte Unterberg von Nord nach Süden überschritten. U.U. kann die Überschreitung auch schon in Maria Gern beendet werden. Hierbei kann man das abwechslungsreiche Massiv in seiner ganzen Vielfalt erleben, vor allem wenn man im ersten Teilstück den anspruchsvolleren Anstieg über den versicherten Dopplersteig wählt. 

Zunächst auf einem der beiden Hüttenzustiegen von Glanegg zum Zeppezauerhaus und dem knapp oberhalb gelegenen Geiereck mit der Bergstation der Untersberg-Seilbahn aufsteigen. Von hier auf dem gut gekennzeichneten Überschreitungsweg über den Salzburger Hochthron und die tief eingeschnittene Mittagsscharte zum Berchtesgadener Hochthron. Ein kurzer Abstieg führt zum Ziel des ersten Tages, den Stöhrhaus. Zum Abstieg ins Tal nutzt man den gut ausgebauten Stöhrweg nach Maria Gern. Von hier führen Wanderwege unterbrochen von kurzen Straßenstücken hinab nach Berchtesgaden.

Autorentipp

Ausgangs- und Zielpunkt sind mit Buslinien verbunden. Wenn es sich auch empfiehlt das Fahrzeug entweder in Berchtesgaden oder in St.Leonhard zu parken, da das Schloss Glanegg nicht so oft angefahren wird.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
2000 hm
Abstieg
2000 hm
Tiefster Punkt 459 m
Höchster Punkt Berchtesgadener Hochthron
1974 m
Dauer
13:00 h
Strecke
22,4 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Glanegg, Wanderparkplatz Rositten

Ziel

Berchtesgaden, Hauptbahnhof

Weg

1. Tag:
Vom Parkplatz am Beginn der Rosittenstraße, 460 m, an einigen Häusern vorbei, bis kurz vor einer Brücke der Reitsteig nach rechts abzweigt, 465 m. Auf dem mit vielen Holzstufen versehenen Steig in zahlreichen Kehren durch den Wald und über das Steilstück der Steinernen Stiege, 1300 m (»Frauenwandl«, Drahtseile), hinweg aufsteigen. Oberhalb der Steinernen Stiege mündet von links der Dopplersteig, 1525 m, ein. Auf dem geradeaus weiterführenden Weg durch die Latschen in gemeinsamer Wegführung in 15 Min. zum Zeppezauerhaus, 1664 m, aufsteigen.
Alternativ gelangt man hierher auf über den schwierigeren Dopplersteig (AV-Weg 460), dazu folgt man vom Parkplatz, 460 m, der Rosittentraße an einigen Häusern und der Abzweigung des Reitsteigs vorbei gerade über die Bachbrücke, 465 m. Am westl. Rand eines Steinbruchs über eine Steilstufe (Drahtseil, Steinstufen) aufsteigen und darüber leicht ansteigend auf gutem Waldweg oberhalb der Schlucht des Rosittenbachs entlang zu einem fast ebenen Wegstück bei der verfallenen Unteren Rosittenalm, 810 m. Weiter wieder steiler ansteigend durch den Wald zur ebenfalls verf. Oberen Rosittenalm, 1287 m, aufsteigen. Kurz oberhalb dieser gelangt man im bereits baumfreien Kar der Oberen Rositte zu einer Wegverzweigung, 1320 m. Hier dem rechten Weg folgen und schräg aufwärts unter die Felswand aufsteigen. Der Dopplersteig folgt hier einer sehr steilen, grasigen Rampe rechts der Dopplerwand hinauf zur Hochfläche. Der Steig ist durchgehend versichert und führt über zahlreiche, teilweise in den Fels gehauenen Stufen aufwärts. Während des Anstiegs zweigen zwei kurze Steige ab. Der erste kurz nach dem Steigbeginn nach rechts zum Eingangsportal der eisgefüllten Kolowratshöhle und der zweite etwas oberhalb nach links zu den Gamslöchern. Die beiden Steige enden an den Höhleneingängen. Die Versicherung des Dopplersteigs endet am Taxhamer Kreuz, 1560 m (schöner Rastpunkt), kurz dahinter mündet der Dopplersteig in den Reitsteig ein, dem man nach links zum nahe gelegenen Zeppezauerhaus, 1664 m, folgt.

Vom Zeppezauerhaus zur Bergstation der Untersbergbahn, 1776 m, aufsteigen und auf breitem Weg knapp unterhalb der Geländekante in eine Mulde absteigen, hier rechtshaltend auf den Salzburger Hochthron aufsteigen. Ein Steig führt hinab zum sog. Aschnoiplatz auf der Skipiste, hier zweigt der Überschreitungssteig nach links von der Skipiste ab und führt über den welligen oberen Rand der Untersberg-Hochfläche zum Großen Heubergkopf, 1852 m. Weiter dem Kammverlauf folgen und schließlich in steilen Serpentinen über schrofendurchsetztes Gelände zur tief eingeschnittenen Mittagscharte, 1671 m, absteigen. Von der Mittagscharte gegenüber der ehem. Grenzhütte dem in südl. Richtung führenden Steig folgen und zum Ochsenkamm aufsteigen. Weiter in ständigem Auf und Ab meist auf der NW-Seite des Untersbergkamms, an den Ochsenköpfen, 1824 m, dem Rauheck, 1892 m, und dem Gamsalmkopf, 1888 m, vorbei, über das wellige Untersbergplateau. Kurz hinter dem Gamsalmkopf zweigt ein Steig zum Hirschangerkopf ab. Der Überschreitungsweg führt auf der NW-Seite des Kamms weiter und über die Gipfelflanke zum Berchtesgadener Hochthron, 1973 m, hinauf. Zum Gipfel selbst gelangt man in einem kurzen Abstecher vom Hauptweg. Über den westlich abfallenden Gipfelrücken durch Latschengassen zum Stöhrhaus, 1894 m, absteigen.

 2. Tag:
Nach einer Übernachtung auf dem Stöhrhaus, 1894 m, dem zunächst nahe an die Wandabbrüche führenden Stöhrweg nördlich des Hochflächenrands hinab zu der Wegkreuzung am Wegkreuzung am Gatterl, 1602 m folgen. Hier geradeaus dem Hauptweg folgen und über weite Serpentinen zur Talstation der Materialseilbahn, 1400 m, absteigen. Dem dahinter breit ausgebauten Stöhrweg in leichtem Auf und Ab an den Osthängen der Rauhen Köpfe (Almbachwand) entlang folgen. Oberhalb der Kaltwasser Quelle, 1300 m, den geradeaus weiter führenden Hauptweg nach links verlassen und auf dem gut ausgebauten Gerer Weg durch den Wald zu den obersten Bauernhöfen in Hintergern absteigen. Noch vor Erreichen der Straße, oberhalb des Untersberglehens, 920 m, dem hier vorbei führenden Gerner Höhenweg nach rechts über die Wiese folgen, einen Steingraben queren und durch ein Waldstück zum Stadlerbauern, 950 m, am Ende des Obergerner Weg. Der Höhenweg folgt kurz leicht abfallend dem asphaltierten Obergerner Weg zu einer Straßenverzweigung, 910 m. Hier der geradeaus weiterführenden Zufahrtsstraße zum letzten Bauernhof, 925 m, folgen. Zwischen den Gebäuden hindurch auf Wanderweg über die Wiesen hinweg hinab zum Planitschbauern, 850 m. Wieder ein kurzes Stück der Straße folgen bis ein Wanderweg nach links abwärts abzweigt und steil durch den Wald hinab zum zum Klapfbauern, 760 m, an Rabensteinerweg führt. Nach links halten und auf Wanderweg durch ein Waldstück zum Fendtleitenbauern. Hier auf Zufahrtsstraße hinab in das Tal unterhalb der sehenswerten Wallfahrtskirche von Maria Gern, 725 m.

Bei einer Brücke führt der Klammsteig nach links hinab in Richtung Berchtesgaden. Nach der schluchtartigen Klamm des Gerner Bachs wird eine Straße erreicht, auf der man nach links in eine Straßenkehre aufsteigt. Hier dem nach rechts abwärts führenden Wanderweg wieder hinab in das Bachtal folgen, auf der gegenüberliegenden Seite zur Hilgergasse aufsteigen. In der Folge über die aussichtsreiche Locksteinstraße hinab in den Ortseil Nonntal von Berchtesgaden folgen. Entlang der Straße zum Berchtesgadener Schloss mit der Stiftskirche und dahinter zum Zentrum Berchtesgaden und weiter hinab zum Bahnhof von Berchtesgaden.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Busverbindung nach Glanegg, Haltestelle Schloss

Anfahrt

Aus Richtung München auf der A8 (München -Salzburg) über den Grenzübergang und an dem kurz daraufolgendem Autobahnkreuz der A10 (Salzburg - Villach) in Richtung Villach folgen. Bei der Ausfahrt 8 "Salzburg Süd"  die Autobahn verlassen und der Bundesstraße in Richtung Grödig - Berchtesgaden folgen. Bei der zweiten Ampelanlage rechts haltend nach Grödig, In Grödig der Landesstraße in Richtung Fürstenbrunn bis nach Glanegg folgen. Beim Schloss Glanegg macht die Straße eine scharfe Kurve. Kurz dahinter zweigt die Rosittenstraße ab.

Parken

Wanderparkplatz am Beginn der Rosittenstraße

Weitere Informationen

www.stoehrhaus.de; www.dav-berchtesgaden.de

Sicherheitshinweise

Bei starkem Nebel ist die Orientierung trotz guter Markierung auf der unübersichtlichen Hochfläche schwierig.

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