musica sacra: Zwischen den Welten

So
12. Apr
2026
Beginn
18:00
Ende
23:59
Veranstaltungsort
Friedenskirche Linz - Pfarrkirche Christkönig
Wildbergstraße 30, 4040 Linz, Österreich

Die Veranstaltung

Das Libretto, vermutlich von Ignaz Anton Weiser, behandelt den allegorischen Konflikt zwischen weltlicher Verführung und christlicher Tugend. Die Partitur verbindet Elemente der Kirchenmusik mit opernhaften Zügen: Rezitative, Arien und Ensembles lassen bereits wesentliche Merkmale der späteren Opernkunst erkennen, während die moralisch-didaktische Ausrichtung in der barocken Theologie verankert bleibt. Die fünf Solist:innen verkörpern allegorische Figuren mit klar voneinander abgegrenzten stilistischen Charakteristika. Die Tugendgestalten werden durch kantable, formal geschlossene Arien mit empfindsamem Ausdruck gezeichnet, während der „Weltgeist“ durch rhythmische Leichtigkeit und tänzerische Gestik eine verführerische Wirkung entfaltet. Der Wechsel von secco- und accompagnato-Rezitativen erhöht die dramaturgische Spannung; Da-capo-Arien und erste Ansätze von Ensembleszenen verweisen auf Mozarts spätere kompositorische Entwicklungen. Das Werk gilt heute als aufschlussreiches Dokument von Mozarts frühen schöpferischen Fähigkeiten und als Beispiel für die religiös-pädagogische Musikpraxis im Salzburg des 18. Jahrhunderts. Zugleich erlaubt es Einblicke in die Grundlagen seiner späteren Opernkompositionen
The libretto, presumably by Ignaz Anton Weiser, deals with the allegorical conflict between worldly seduction and Christian virtue. The score combines elements of church music with operatic features: Recitatives, arias and ensembles already reveal essential features of later operatic art, while the moral-didactic orientation remains anchored in Baroque theology. The five soloists embody allegorical figures with clearly delineated stylistic characteristics. The virtuous figures are characterized by cantabile, formally closed arias with sensitive expression, while the "world spirit" unfolds a seductive effect through rhythmic lightness and dance-like gestures. The alternation of secco and accompagnato recitatives heightens the dramaturgical tension; da capo arias and the first signs of ensemble scenes point to Mozart's later compositional developments. Today, the work is regarded as a revealing document of Mozart's early creative abilities and as an example of religious and pedagogical musical practice in 18th century Salzburg. At the same time, it provides insights into the foundations of his later opera compositions

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