| Quelle | Feratel |
Der Rosenkavalier
Ingo Petramer.
2026
Die Veranstaltung
Als leichte Mozart’sche Spieloper, als heiteres Konversationsstuck geplant, steckt der Rosenkavalier voller Lebenseinsicht und Schabernack. Strauss’
beliebte Walzer sind eine musikalische Projektion auf ein 18. Jahrhundert, in dem dieser Tanz noch weitgehend unbekannt war. Auch die Rosenübergabe
durch einen jungen Kavalier entstammt der Fantasie eines Autors, der nach der gemeinsamen erfolgreichen Elektra auf den Wunsch Richard Strauss’ einging, zusammen ein völlig neues Werk zu schaffen. Ihr Briefwechsel spiegelt das intensive Ringen des feinsinnigen, hypersensiblen Hofmannsthal mit dem bodenständig bajuwarischen Strauss wider, und ihre oft leidenschaftlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten, die zu einer der produktivsten Zusammenarbeiten im Bereich des Musiktheaters führten.
Die blutjunge, neureiche Sophie soll den grobschlächtigen Baron Ochs auf Lerchenau heiraten, ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: junges Geld gegen alten Adel! Die Sache geht gründlich schief, denn der titelgebende Brautwerber – gleichzeitig jugendlicher Geliebter einer alternden Marschallin – verliebt sich in die umworbene Braut und umgekehrt. Ein Werk, dessen Aktualität in der charmant-liebevollen Darstellung der komplexen menschlichen Verbindungen besteht, und darin, die Wahrnehmung von Zeit in einer bisweilen als Endzeit empfundenen Epoche zum Thema zu machen.
Öffentliche Erreichbarkeit: Straßenbahn 1, 7 I Haltestelle: Kaiser-Josef Platz/Oper
Info
Kontakt
| Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, Österreich |

