| Quelle | Feratel |
Vernissage: Frauenbilder. Drei Generationen Künstlerinnen
2026
Die Veranstaltung
Die Ausstellung „Frauenbilder. Drei Generationen Künstlerinnen“ rückt das Schaffen dreier außergewöhnlicher Frauen ins Licht, die sich gegen Widerstände behaupteten und mit ihrer Kunst die Welt bereichern.
Olga Holzhausen (1871–1944), Margarethe Martiny-Holzhausen (1893–1976) und Elisabeth-Charlotte Martiny (1929–2017) – drei Generationen von Künstlerinnen, die sich mit Talent, Mut und Hingabe einen Platz in der Kunstwelt eroberten. Von den traditionellen Porträts Olga Holzhausens über die modernen Werke Margarethe Martiny-Holzhausens bis hin zur abstrakten Bildsprache Elisabeth-Charlotte Martinys spannt sich ein Bogen, der die Entwicklung der Kunst und zugleich den Wandel der Rolle der Frau in der Gesellschaft widerspiegelt.
Anerkennung war für Frauen in der Kunst lange keine Selbstverständlichkeit. Ihnen wurde der Zugang zu Akademien verwehrt, sie blieben in Künstlervereinigungen unerwünscht und wurden auf „liebenswerte Nebenrollen“ in der Kunstgeschichte reduziert. „Du hast das für eine Mädchenlaune gehalten, was das Ernsteste und Wahrste in meinem Leben ist.“ – schrieb Margarethe Martiny-Holzhausen und sprach damit für viele Künstlerinnen, deren Schaffen nicht ernst genommen wurde.
Die Ausstellung macht sichtbar, was lange übersehen wurde: Die drei Künstlerinnen wagten Neues, stellten sich dem Zeitgeist und fanden ihre eigene Ausdrucksweise. Ihre Wege führten sie von Wien bis nach Marokko, von Frankfurt nach New York. Sie begegneten Größen wie Hermann Nitsch, Andy Warhol und Theodor W. Adorno, doch in der Kunstgeschichtsschreibung blieb ihr Name oft im Schatten.
„Frauenbilder“ ist eine Einladung, die Kunst dieser drei Frauen neu zu entdecken – und zugleich ein Plädoyer für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung. Ihre Werke erzählen von Schönheit, Experimentierfreude und Selbstbehauptung.
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| Koloman-Wallisch-Platz 1, 8600 Bruck an der Mur, Österreich |